Gnade

Gnade

Im Jahre 2003 durfte ich auf wunderbare Weise erfahren was es heißt, für alles danke sagen zu können. Ich fragte mich schon früher immer wieder, wem ich alles zu verdanken habe und wem ich dafür danken kann. Heute weiß ich, der Dank gehört Gott allein. Ich glaube an Jesus Christus, den Vater und den Heiligen Geist. Er ist mein Fels und meine Burg.

Blicke ich zurück, reiht sich so manches aneinander. Erfolge, wie der Preis des KMU Primus. Oder der stetige Wachstum des Unternehmens, von der Gründung über den Umzug in das aktuelle Gebäude in Au (SG) und weiter bis heute. Was aber nicht bedeutet, dass ich nur Sonnenschein kenne. Im Gegenteil. Aber genau in diesen Stunden der Sorgen weiß ich heute, wem ich sie abgeben darf. Wenn ich Fehler mache, ist da jemand, der dafür sorgt, dass sich alles zum Guten wendet. Mein Leben in meinem Umfeld ist für mich reine Gnade.

Ein paar zusammengetragene Zeilen, wovon ich glaube, dass sie Berge versetzten und Leben verändern können:

«Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.»
Johannes 3,16

Gott hat den Himmel und die Erde erschaffen und alles in Bewegung gesetzt. Er hat die Meere und den Himmel mit Fischen und Vögeln erfüllt und die Berge, Täler und Ebenen mit Lebewesen aller Art bevölkert. Dann erweckte er voller Liebe die Menschheit zum Leben und berief Mann und Frau dazu den Lebewesen Namen zu geben, den Garten zu pflegen, in dem sie lebten, und miteinander liebevolle Gemeinschaft zu haben.
Doch dann musste er beobachten, wie die Menschen ihm nicht gehorchten, sich selbst entehrten und sich gegenseitig mit Hass, Lügen und Mord zerstörten. Er sah mit an, wie seine Schöpfung tiefer und tiefer in die Abwärts Spirale der Sünde geriet. Ich bin fest davon überzeugt, dass es ihm sehr wehtat, als die Menschen, die er nach seinem Bild geschaffen hatte, sich von ihm entfernten und die Liebesfäden zerrissen, die Geschöpf und Schöpfer miteinander verbanden. Als das geschah, hätte er die Augen vor dem ‘traurigen Haufen’, der aus seiner Schöpfung geworden war, verschließen und die Beziehung zu uns abbrechen können. Doch stattdessen schmiedete er aus Liebe einen Plan. Er bot uns eine Lösungsmöglichkeit an. Er ergriff die Initiative, um die Kluft zwischen sich und seiner fehlgeleiteten Schöpfung zu überwinden. Er schickte uns seinen Sohn als Opfer für Ihre und meine Fehler.

Spuren im Sand

Eines Nachts hatte ich einen Traum: Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn. Vor dem dunklen Nachthimmel erstrahlten Bilder aus meinem Leben. Und jedes Mal sah ich zwei Fußspuren im Sand: meine eigene und die des Herrn. Als das letzte Bild an meinen Augen vorüber gezogen war, blickte ich zurück. Ich erschrak, als ich entdeckte, dass an vielen Stellen meines Lebensweges nur eine Spur zu sehen war. Und das waren gerade die schwersten Zeiten meines Lebens.
Besorgt fragte ich den Herrn: «Herr, als ich anfing dir nachzufolgen, da hast du mir versprochen, auf allen Wegen bei mir zu sein. Aber jetzt entdecke ich, dass in den schwersten Zeiten meines Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen ist. Warum hast Du mich allein gelassen, als ich dich am meisten brauchte?» Da antwortete er: «Mein liebes Kind, ich liebe dich und werde dich nie alleine lassen, erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten. Dort, wo du nur eine Spur gesehen hast, da habe ich dich getragen.»

Mein Dank an dieser Stelle an alle, die mich kennen, meine Familie, Freunde, Mitarbeiter, Geschäftspartner … und an Gott. Danke ‘Däd’.

Roger Eggenberger

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